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SCHLÄGE 

 

 

 -  ungeheuerlich


Kiffen sofort wieder verbieten? Oder doch, oder doch nicht, oder wie jetzt?

 

Der "Gesamtverband der Deutschen Bier-, Wein- und Schnapsproduzenten" hat mich gebeten, eine Pressemitteilung heraus zu geben, um den Irrsinn, so der Verbandssprecher, so schnell wie möglich zu beenden.

Irrsinn?

Ab 1. April 2024 darf in Deutschland Hanf geraucht werden - gekifft (igittigitt) werden. Die Auswirkungen auf die Gesundheit der 84 Millionen Deutschen wird katastrophal sein, die Zahl der toten Kiffer im Straßenverkehr und die von ihnen mit in den Tod gerissenen Menschen wird explosionsartig steigen. Da ist sich der Verbandssprecher absolut sicher. Um seine Betroffenheit einigermaßen wieder in den Griff zu bekommen, kippte er einen doppelten Doppelkorn. Altes bewährtes Hausmittel, wie er betont, alles wieder gut!

Über die Zahl der Schlägereien und Sachbeschädigungen durch Kiffende und auch wie viele Frauen zukünftig von Kiffenden verprügelt und vergewaltigt werden könnten, dazu kann er noch keine genaue Prognose abgeben, die verbandseigenen Wissenschaftler seien aber schon dabei, Hochrechnungen zu erstellen, die ersten Ergebnisse seien besorgniserregend. Ein Bier und er hat keinen trockenen Mund mehr (zu empfehlen, ebenfalls altes Hausmittel).

RTL, VOX, Sat 1, kein Fernsehsender kommt um das Thema herum, sogar das "Leidmedium" BILD muss sich immer wieder damit beschäftigen. Da nun auch der "Bundesverband der Deutschen Stammtische" gemeinsam mit der "Union der Deutschen Zigarettenindustrie" zu einer Demonstration nach München aufgerufen hat, sieht sich der "Gesamtverband der Deutschen Bier-, Wein- und Schnapsproduzenten" aus seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung heraus verpflichtet, so der Verbandssprecher, sich eindeutig zu positionieren.

Deshalb habe ich versucht, diese seine Position in der Pressemitteilung unmissverständlich zum Ausdruck zu bringen.

 

Was nicht unerwähnt bleiben sollte, dass der Sprecher des "Gesamtverband der Deutschen Bier-, Wein- + Schnapsproduzenten" nach der Pressekonferenz alle PressevertreterInnen nebst Gattin / Gatte zu einem Champagner-Abend eingeladen hatte. Der Einladung sind wir dankend alle gerne gefolgt.

 

Mit freundlichen Grüßen und . . . Prost!!

 

. . . und jetzt grätscht uns das Bayerische Gesundheitsministerium ab . . .